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Was bedeutet EPA?

Was bedeutet EPA und was hat der Verbraucher durch die Kennzeichnung?

Inhalt:

Was bedeutet EPA?

Die Abkürzung EPA stammt aus dem Englischen und steht für Efficient Particulate Air (filter). Übersetzt bedeutet dies so viel wie „Effizienter Partikelfilter“. Um eine EPA Kennzeichnung zu erhalten, müssen Schwebstofffilter, wie sie unter anderen in Luftreinigern eingesetzt werden, einen gewissen, normierten Abscheidegrad erreichen. Über der EPA Schwebstofffilterklasse stehen noch HEPA (High Efficiency Particulate Air filter) und ULPA (Ultra Low Penetration Air filter). Letztere Klasse kommt bisher nur in wenigen High-Tech-Anwendungen für den kommerziellen Bereich zum Einsatz.

Einsatzbereich von Schwebstofffiltern

Schwebstofffilter sind überall dort aufzufinden, wo kleinste Partikel aus der Luft gefiltert werden sollen, die potentiell schädlich für die Gesundheit sind. Darüber hinaus sind sie für Forschungseinrichtungen und medizinische Einrichtungen wie Krankenhäuser und Labore unabdingbar, um eine möglichst saubere und keimfreie Arbeitsatmosphäre zu garantieren. Im Privatgebrauch findet man sie unter anderem in Luftreinigern, Luftwäschern und Staubsaugern verbaut.

Welche Bedeutung hat die Kennzeichnung EPA für den Verbraucher?

Geräte, die mit der Kennzeichnung EPA bestückt sind, besitzen einen oder mehrere Schwebstofffilter, welche Partikel mit einer Größe zwischen 0,1 und 0,3 Mikrometer mit einem Abscheidegrad von mindestens 85% aus der Luft filtern. Verbraucher können sich damit ein Bild über die Wirksamkeit des von ihnen gewünschten Gerätes machen und es mit anderen Geräten vergleichen, die zum Beispiel mit effizienteren HEPA-Filtern ausgestattet sind.

Eine genauere Klassifizierung gelingt über die europäische Normung nach Filterklassen (siehe Abschnitt Filterklassen). Ein EPA Filter mit einer E12 Filterklasse hat zum Beispiel einen Abscheidegrad von 99,5%, während ein EPA Filter mit einer E10 Filterklasse nur über einen Abscheidegrad von 85% verfügt.

(Info: Mikrometer = 1/1000 mm)

Filterklassen im Vergleich

Um die Wirksamkeit von Schwebstofffiltern möglichst genau einzustufen wurden in Europa Partikelfilterklassen von 1 bis 17 eingeführt. Dabei gilt: je höher die Zahl, desto höher der Abscheidegrad des Filters. Zur Einteilung der jeweiligen Filter wird jeweils die Abscheidewirksamkeit für Partikel mit einer Größe zwischen 0,1 bis 0,3 Mikrometer überprüft.

Hier sehen Sie die relevanten Filterklassen im Vergleich.

 

Filterklasse

Abscheidegrad

EPA

E10

> 85 %

EPA

E11

> 95 %

EPA

E12

> 99,5 %

HEPA

H13

> 99,95 %

HEPA

H14

> 99,995 %

ULPA

U15

> 99,9995 %

ULPA

U16

> 99,99995 %

ULPA

U17

> 99,999995 %

Interessantes Hintergrundwissen

Die Entwicklung effizienter Schwebstofffilter hat ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten von Amerika. Während des berüchtigten Manhattan-Projekts in den 1940er-Jahren, bei dem Atomwaffen erstmalig getestet wurden, sollten mit dieser Art von Filtern gefährliche radioaktive Partikel aus der Raumluft gefiltert werden. Nach Ende des zweiten Weltkrieges wurden Schwebstofffilter nach und nach auch für andere Einsatzgebiete verwendet.

Bauweise von Schwebstofffiltern

Schwebstofffilter bestehen üblicherweise aus Glasfaserfiltermatten, die in einem Holz-, Kunststoff- oder Metallrahmen eingefasst sind. Die Glasfasern haben einen Durchmesser von nur 1-10 Mikrometer und sind chaotisch in den Filtermatten verteilt, um eine möglichst hohe Filterwirkung zu gewährleisten. Die Filtermatten werden zudem meist wellen- oder zackenförmig in den jeweiligen Rahmen eingebaut, um noch einmal die Gesamtfläche der Filter zu erhöhen.

Vorgang der Luftfilterung

Für den Vorgang der Luftfilterung im Schwebstofffilter wirken drei physikalische Gesetze auf die abzuscheidenden Partikel ein:

  1. Sperreffekt: Schwebeteilchen folgen dem Luftstrom, der sie innerhalb der Glasfasermatten so nahe an einzelnen Fasern vorbeiführt, dass sie aufgrund von Adhäsionskräften haften bleiben.
  2. Trägheitseffekt: Größere Teilchen folgen aufgrund ihrer höheren Masse und ihres höheren Luftwiderstandes dem Luftstrom mit einer gewissen Latenz. Aufgrund dieser Trägheit prallen sie an Glasfasern und bleiben dort haften.
  3. Diffusionseffekt: Extrem kleine Partikel folgen nicht dem Luftstrom allein, sondern prallen mit anderen Molekülen aufgrund der Eigendynamik der Brownschen Bewegung zusammen und ändern dann ihre Flugbahn, die sie ebenfalls auf einzelne Glasfasern prallen lässt, wo sie dann haften bleiben.

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