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Was genau ist mit Schwebestoffe gemeint?

Was sind Schwebestoffe?

Inhalt:

Was sind Schwebestoffe?

Ein Schwebestoff, oder auch Schwebeteilchen, ist ein kleines mineralisches oder  organisches Teilchen, welches aufgrund seiner geringen GrĂ¶ĂŸe und Maße im jeweiligen Umgebungsmedium in der Schwebe gehalten wird und dort chemisch nicht in Lösung geht. Als Umgebungsmedium kann sowohl ein Gas als auch eine FlĂŒssigkeiten dienen, also zum Beispiel Luft oder Wasser. Die GrĂ¶ĂŸe von Schwebestoffen variiert pro Teilchen und liegt ĂŒblicherweise zwischen wenigen Nanometern (1 Nanometer = 1 Milliardstel Meter) bis hin zu ca. einigen Mikrometern (1 Mikrometer = 1 Millionstel Meter).

Typische Unterscheidungen werden zwischen Schwebestoffen in der Luft und Schwebestoffen in GewÀssern getroffen, welche unter anderem in der wissenschaftlichen Disziplin der Hydrologie genau untersucht werden.

Liste typischer Schwebestoffe:

  • Staub, Feinstaub, Ultrafeinstaub
  • Industrieabgase und -nebenprodukte
  • Abgase und Rußpartikel
  • Zigarettenrauch
  • Rauch und Asche
  • Sporen und Pollen
  • Viren und Bakterien
  • Meeresgischt und WĂŒstensand

Sind Schwebestoffe gefÀhrlich?

Schwebestoffe sind per se nicht gleich gefĂ€hrlich. TatsĂ€chlich atmen wir tĂ€glich unzĂ€hlige solcher kleinen Teilchen ein, die ganz natĂŒrlich vorkommen. Die meisten Teilchen werden zudem sicher von den natĂŒrlichen Filtersystemen unserer Körpers abgefangen. Besonders kleine Partikel können allerdings diese Barrieren ĂŒberwinden und ĂŒber die Lungen in den Blutkreislauf gelangen. Im Fall von Meeresgischt oder der Gischt nahe an einem Wasserfall ist das auch völlig unproblematisch. GefĂ€hrlich wird es, wenn kĂŒnstlich generierte Schwebestoffe wie Feinstaub, Smog und Abgase in den menschlichen Organismus eindringen. Doch auch natĂŒrliche Schwebestoffe in Form von Schimmelsporen oder Pollen können der Gesundheit zu schaffen machen.

Besonders problematisch sind Feinstaub und industrielle und verkehrsbedingte Abgase. Die sehr kleinen Partikel dringen tief in die Atemwege ein und erreichen zum Teil auch die inneren Organe und das Gehirn. Neben Folgen wie EntzĂŒndungen, Husten, weiteren Erkrankungen der Atemwege und des Kreislaufes, drohen auch Krebs und vorzeitige TodesfĂ€lle. Laut EU-Kommission sterben allein in Deutschland jĂ€hrlich etwa 65.000 Menschen an den Folgen von Feinstaub, was durchaus als alarmierend bezeichnet werden kann.

Schwebestoffe sicher mit Luftreinigern aus der Atemluft filtern

FĂŒr InnenrĂ€ume hat sich der Einsatz von Luftreinigern gegenĂŒber allen Formen von Schwebestoffen bewĂ€hrt. Feinstaub, Abgase, Pollen und Sporen – selbst GerĂŒche – lassen sich mit modernen Filtersystemen sicher aus der Raumluft entfernen. Der heutige Standard fĂŒr Teilchen bis zu einer GrĂ¶ĂŸe von 0, 1 Mikrometern sind HEPA-Filter aus chaotisch angeordneten Glasfaserplatten. Die AbkĂŒrzung HEPA steht hier fĂŒr den englischen Begriff High Efficient Particulate Air (filter) und garantiert bis zu dieser GrĂ¶ĂŸe eine Effizienz von 99,95%. Kleinere Teilchen wie Ultrafeinstaub oder Viren landen zwar ebenfalls zu einem Großteil im HEPA-Filter, aber nicht zwangslĂ€ufig mit der gleichen Effizienz. Viele namhafte Hersteller von Luftreinigern verwenden deshalb gleichzeitig noch weitere Filtersysteme, basierend auf Aktivkohle, UV-Licht, Ionisatoren und weiterentwickelten HEPA-Filtern.