Was ist Feinstaub - Wie entsteht er - Warum ist er gefÀhrlich?

Inhalt:
- Was ist Feinstaub?
- Wie entsteht Feinstaub?
- Warum ist Feinstaub gefÀhrlich?
- Was sind mögliche gesundheitliche Folgen von Feinstaub?
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Was tun bei Feinstaub? Was leisten Luftreiniger wirklich?
Was ist Feinstaub?
Ab einer gewissen GröĂe sinken Partikel nicht mehr sofort zu Boden, sondern schweben noch eine unbestimmte Zeit in der Luft. Man spricht von Schwebstaub oder auch Feinstaub. Per Definition unterscheidet man beim Feinstaub drei unterschiedliche GröĂenklassen.
- Teilchen kleiner als 10 Mikrometer (PM10)
- Teilchen kleiner als 2,5 Mikrometer (PM2,5)
- Teilchen kleiner als 0,1 Mikrometer (Ultrafeinstaub)
Wie entsteht Feinstaub?
Feinstaub entsteht sowohl auf natĂŒrliche Weise als auch kĂŒnstlich, von Menschen gemacht. NatĂŒrlich Quellen fĂŒr Feinstaub sind unter anderem WĂŒstenstaub, in die AtmosphĂ€re ausgestoĂener Feinstaub durch VulkanausbrĂŒche, Meeresgischt, Pilz- und Pflanzensporen oder auch Feinstaub durch WaldbrĂ€nde.
Durch Menschen verursachter Feinstaub findet sich unter anderem in Abgasen, in der Industrie und Landwirtschaft, Tabakrauch und als Nebenprodukt von Heizungen, Druckern und Kopierern wieder. In StĂ€dten und Ballungsgebieten spielt der der StraĂenverkehr eine bedeutende Rolle bei der Feinstaubbildung. Neben den Abgasen sind tatsĂ€chlich die Abriebsprodukte von Bremsen und Reifen der Hauptverursacher von Feinstaub im Verkehr.
Auch an handwerklichen ArbeitsplÀtzen wie zum Beispiel der Schreinerei ist die (Holzstaub) Feinstaubbelastung angestiegen, weil die Schleifarbeiten mehr wurden und immer mehr Pressspanplatten sowie chemische ImprÀgnier-Mittel dazugekommen sind.
Ein weiterer groĂer Feinstaubverursacher ist die Landwirtschaft. In der Zeit, in der GĂŒlle als DĂŒnger auf die Felder gebracht wird, entsteht Ammoniak, das sich mit Stickstoff und Schwefeloxiden aus der Luft zu sekundĂ€rem Feinstaub verbindet.
Warum ist Feinstaub gefÀhrlich?
Feinstaub dringt aufgrund seiner kleinen PartikelgröĂe tief in die Atemwege ein. Je kleiner die Partikel, desto tiefer dringen sie ein. Ultrafeinstaub kommt sogar bis in die LungenblĂ€schen und kann von dort aus weiter bis ins Blut und darĂŒber hinaus bis in die Organe oder ins Gehirn gelangen. Das Problem mit Feinstaub ist unter anderem, dass gefĂ€hrliche und krebserregende Stoffe wie Schwermetalle oder Aluminium an die OberflĂ€che von Feinstaubpartikeln andocken können oder die Partikel selbst bereits aus gefĂ€hrlichen Verbindungen bestehen.
Die Folgen von Feinstaubbelastungen reichen von AtemwegsentzĂŒndungen ĂŒber Thrombosen bis hin zu Lungenkrebs. Gesundheitliche Auswirkungen können schon bei kurzzeitigen Expositionen entstehen, bei dauerhaft erhöhten Feinstaubwerten sind gesundheitliche Folgen nahezu unausweichlich.
Was sind mögliche gesundheitliche Folgen von Feinstaub?
Die hĂ€ufigsten Folgen von Feinstaub sind Atembeschwerden. Der Hintergrund ist der, dass sich die Atemwege zusammenziehen, sobald Feinstaub die Bronchien erreicht und sich dort festsetzt. Das ist besonders fĂŒr Asthmatiker ein Problem, die dann kurzatmig werden. Wenn ultrafeine Partikel noch tiefer eindringen und die LungenblĂ€schen erreichen, reagiert das Immunsystem mit voller StĂ€rke, um die Eindringlinge so schnell wie möglich wieder loszuwerden. Leider wird bei diesem Prozess hĂ€ufig auch das körpereigene Gewebe in Mitleidenschaft gezogen, was wiederum zu Krebs fĂŒhren kann. In Deutschland allein sterben jedes Jahr rund 50.000 Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung durch Feinstaub und Stickstoffoxide.
Was tun bei Feinstaub? Was leisten Luftreiniger wirklich?
WĂ€hrend man im Freien nicht viele Optionen auĂer einer Atemschutzmaske hat, sind InnenrĂ€ume durchaus von Feinstaub zu reinigen. Moderne Luftreiniger, die mit einem speziellen Filter ausgestattet sind, um auch ultrafeine Partikel aus der Luft herauszufiltern, reinigen mehrmals pro Stunde die komplette Luft eines Raumes. Schwebteilchen, die von drauĂen reinkommen oder durch Kopierer oder Laserdrucker im BĂŒro entstehen, werden sicher eingefangen und die Atemluft bleibt frisch und sauber. Luftreiniger kommen kommerziell unter anderem in der Industrie, BĂŒrorĂ€umen, Arztpraxen oder KrankenhĂ€usern zum Einsatz. Zudem wĂ€chst der private Sektor seit Jahren. Besonders im asiatischen Raum gehören Luftreiniger bereits zum Basisinventar, da dort die Feinstaubbelastung besonders hoch ist, doch auch hierzulande werden Luftreiniger fĂŒr den privaten Haushalt immer beliebter.

